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(Herzanfall (Angina pectoris)
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| Beginn oft wie ein Herzanfall

Version vom 8. Februar 2006, 20:36 Uhr


Inhaltsverzeichnis A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

A

Allergische Reaktionen

Verletzungsbild Bei einer Allergie handelt es sich um eine krank machende

Überempfindlichkeitsreaktion, die durch die überschießende Antwort des Körpereigenen Abwehrsystems (Immunsystem) auf das Eindringen körperfremder Stoffe zustande kommt. Die Reaktion tritt meist innerhalb weniger Minuten nach Kontakt mit dem allergieauslösenden Reizstoff ein (Soforttyp). Sie kann sich aber auch erst 24 bis 72 Stunden später bemerkbar machen (Spättyp). Die allergische Reaktion kann sich in unangenehmen, aber ungefährlichen Beschwerden wie "laufender Nase" (z.B. Heuschnupfen), "tränenden Augen" oder "juckender Haut" äußern, sie kann aber auch lebensbedrohliche Erscheinungen wie Atemnot und Zusammenbruch des Herz- Kreislauf- Systems (allergischer Schock) hervorrufen.

Erkennen In nahezu allen Organen und Geweben können allergische Reaktionen auftreten.

Am häufigsten sind aber die "Grenzflächen zur Umwelt" - Haut, Augen, Atmungsorgane und Verdauungstrakt - betroffen. Haut: Rötung, Jucken, Bläschenbildung, Ausschlag, Schwellung der Lippen Nase: Schwellung der Schleimhäute, "laufende Nase", Niesen Augen: Bindehautentzündung, geschwollene Lider Magen- Darm- Trakt: Durchfall, Erbrechen, Übelkeit Lunge: Atemnot, "Asthmaanfall" Herz- Kreislauf- System: Schockzeichen (schneller, schwacher Puls, Blässe, Kaltschweißigkeit), in schlimmen Fällen auch Herz- Kreislauf- Versagen und Bewusstlosigkeit.

Maßnahmen Bei Hautausschlägen: Kühlung durch feuchte Umschläge, Anwendung von

entsprechenden (antihistaminhaltigen) Salben. Bei großflächigen Ausschlägen und Bläschenbildung: so rasch wie möglich Arzt aufsuchen! Bei Beschwerden im Bereich der Augen oder Nase: Anwendung von entsprechenden Augen- oder Nasentropfen. Bei Atemnot: Lagerung mit erhöhtem Oberkörper, Beruhigung. Beengende Kleidung öffnen. Falls keine rasche Besserung eintritt: Arzt rufen! Bei Herz- Kreislauf- Beschwerden (z.B. Kollaps, Schock): Schocklagerung (Rückenlage, Anheben der Beine), Wärmeverlust verhindern (Decke), Wiederbelebungsmaßnahmen.

Asthmaanfall

Verletzungsbild Das Asthma bronchiale ist eine Atemwegserkrankung, bei der es durch eine

behinderte Ausatmung (krampfartige Verengungen der Bronchien, Anschwellung der sie auskleidenden Schleimhäute sowie Absonderung von zähem Schleim) zu Anfällen von Atemnot kommt. Die Bereitschaft zu Asthma bronchiale ist wahrscheinlich angeboren, das Erkrankungsrisiko steigt durch Rauchen, verschmutzte Luft, Nebel, häufige Entzündungen der Bronchien und durch das Vorhandensein anderer allergischer Erkrankungen. Auch psychischer Stress und körperliche Anstrengung können einen Asthmaanfall provozieren.

Der Asthmakranke besitzt meist vom Arzt verschriebene Medikamente, die er zur Behandlung eines Asthmaanfalls einsetzen kann. Dennoch kommt es auch bei diesen Menschen vor, dass ein Asthmaanfall so stark ist, dass sie mit der Erkrankung allein nicht mehr zurechtkommen und dringend Hilfe benötigen.

Erkennen Hustenanfälle (quälender Reizhusten) mit zunehmender Atemnot

Verlängerte, keuchende (pfeifende) Ausatmung Unruhe, Angst, aufrechte Haltung des Oberkörpers Haut schweißnass, kalt, blaugrau Schneller Puls

Maßnahmen Den Kranken möglichst an einen Tisch setzen, an dem er aufrecht sitzen und

sich mit den Armen aufstützten kann oder Lagerung mit erhöhtem Oberkörper, nach Möglichkeit sitzend. Frischluftzufuhr Beengende Kleidung öffnen Beruhigender Zuspruch Falls für den Anfall verordneten Medikamente, z.B. von Inhalationsmitteln (Dosieraerosolen). Arzt rufen. Bei Verschlimmerung der Beschwerden oder bei beginnender Bewusstlosigkeit: sofort Notfallarzt rufen!

Der Asthmakranke selbst sollte die Medikamente, die ihm beim Anfall helfen können, immer bei sich tragen und auch einen entsprechenden Hinweis, dass er Asthmatiker ist. (Asthma- Pass).

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Herzanfall (Angina pectoris) und Herzinfarkt

Verletzungsbild Durch eine Vielzahl von Ursachen (z.B. Fettstoffwechselstörungen, Rauchen,

hohen Blutdruck, Zuckerkrankheit) kann es an den Blutgefäßen, die für die Sauerstoffversorgung des Herzmuskels verantwortlich sind - den Herzkranzgefäßen - zu krankhaften Veränderungen in Form einer zunehmenden Verengung kommen. Eine Sauerstoffnot des Herzmuskels ist die Folge (Herzanfall). Kommt es durch die Sauerstoffnot zum Absterben von Herzmuskelgewebe, spricht man vom lebensgefährlichen Herzinfarkt.

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Herzanfall (Angina pectoris

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Erkennen Auftreten typischerweise nach körperlicher Anstrengung oder seelischer

Aufregung Druckgefühl in der Brustmitte oder unter dem Brustbein, evtl. ausstrahlend in Hals, Schulter oder Arme Angstgefühl

Maßnahmen Körperliche Ruhe: hinsetzten oder hinlegen lassen (erhöhter Oberkörper)

Falls Herzerkrankungen bekannt und Medikamente vorhanden: Einnahme von z.B. Nitroglycerin in Form von Spray oder Kapseln.

Herzinfarkt

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Erkennen Beginn oft wie ein Herzanfall

Engegefühl, starke Schmerzen in der Brust, oft Ausstrahlung in die Arme (linker Arm bevorzugt) oder in den Hals bzw. Oberbauch Unruhe, (Todes-) Angst Oft Atemnot Oft Übelkeit und Erbrechen Oft Schockzeichen: Blässe, kalter schweiß, schneller, schwacher Puls

Maßnahmen Lagerung mit leicht erhöhtem Oberkörper.

Beruhigung Kontrolle von Bewusstsein, Atmung und Puls Bei Bewusstlosigkeit: stabile Seitenlage Bei Atemstillstand: Atemspende Bei Kreislaufstillstand: Herz- Lungen- Wiederbelebung

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siehe auch Wunden:

Platzwunden

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Siehe auch unter Wunden:

Quetschwunden

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Stromunfall (Elektrounfall)

Verletzungsbild Etwa 80% aller Stromunfalle zählen zu den Niederspannungsunfällen (Spannung

bis 1000 V), ca. 3% davon verlaufen tödlich. Die Hochspannungsunfälle (Spannung über 1000 V) sind entsprechend seltener, verlaufen aber zu 30% tödlich. Bei der Mehrzahl der Stromunfälle mit Niederspannung handelt es sich um Unfälle mit Haushaltsstrom (230 V), die zumeist durch unvorsichtiges Hantieren mit schadhaften elektrischen Geräten zustande kommen. Die Folgen sind von der Stromart (Gleich- oder Wechselstrom), der Spannung, der Stromfrequenz (die im Haushalt üblichen 50 Hz sind für das Herz besonders gefährlich!), dem Hautwiederstand, dem Stromweg durch den Körper und der Dauer der Stromeinwirkung (je länger die Einwirkungszeit, desto größer die Schädigung) abhäng

Erkennen Unfallhergang;

Der Betroffene "klebt" evtl. an der Stromquelle; Bewusstseinsstörungen bis hin zur Bewusstlosigkeit, Unregelmäßiger Herzschlag, evtl. Herz- Kreislauf- Stillstand, Evtl. Atemstillstand, Verbrennungen (Strommarken) an den Ein- und Austrittsstellen des Stroms.

Maßnahmen Eigensicherung: Strom ausschalten (Netzstecker ziehen, Sicherung

herausdrehen bzw. abschalten!) Niemals einen Menschen, der einen Stromunfall hatte, mit bloßer Hand berühren, solange nicht Gewissheit besteht, dass der Strom ausgeschalten ist. Bei Unfällen mit Hochspannung Sicherheitsabstände (bis zu 4m!) zu Verunglücktem und Stromquelle einhalten, bis von kompetenter Seite bestätigt wird, dass der Strom abgeschalten ist! Bei Bewusstlosigkeit: stabile Seitenlage. Überwachung von Atem und Puls. Bei Atemstörung: Freimachen und Freihalten der Atemwege. Bei Herz- Kreislauf- Stillstand: Herz- Lungen- Wiederbelebung.

Siehe auch unter Wunden:

Schnittwunden

Schürfwunden

Stichwunden

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Verbrennungen und Verbrühungen

Verletzungsbild Verbrennungen und Verbrühungen können nicht nur zu schweren Schädigungen der

Haut und des darunter liegenden Gewebe führen, sondern auch Störungen im gesamten Organismus mit einem lebensbedrohlichen Krankheitsbild (Verbrennungskrankheit) hervorrufen. Die Schwere einer Verbrennung/Verbrühung ist von der Art und Dauer der einwirkenden heißen Stoffen abhängig, zur Abschätzung werden drei Verbrennungsgrade unterschieden: Grad: Hautrötung, leichte Schwellung, Schmerzen Grad: Hautrötung, Blasenbildung, Schmerzen Grad: graue, weiße oder schwarze Haut, oft keine Schmerzen mehr, da die Nervenzellen der Haut zerstört sind.

Ob eine Verbrennung/Verbrühung lebensbedrohlich ist oder nicht, hängt nicht nur von dem Grad der Verbrennung ab, sonder vor allem von ihrer Flächenausdehnung.

Erkennen Unfallhergang

Starke Schmerzen Hautrötung, evtl. Blasenbildung, Brandwunden Evtl. Schockzeichen, Evtl. Bewusstlosigkeit.

Maßnahmen Hitzezufuhr unterbrechen (z.B. Löschen von Kleiderbränden durch Übergießen

mit Wasser, Einwickeln in Decken, Wälzen des Verbrannten am Boden). Verbrühte und verbrannte Kleidung möglichst rasch entfernen. Verklebte Stücke nicht abreißen, sondern auf der Haut lassen (ggf. umschneiden). Verbrannte Körperteile sofort mit kaltem Wasser übergießen oder in kaltes Wasser tauchen. So lange kühlen (ca. 5-10 Minuten), bis der Schmerz nachlässt, dabei aber darauf achten, dass der Betroffene nicht auskühlt (übrigen Körper zudecken!). Schockbekämpfung. Kontrolle von Atmung und Puls. Bei Bewusstlosigkeit: Stabile Seitenlage. Keinfreies Abdecken der Brandwunden (z.B. mit Brandwundenverbandspäckchen, Metallinetüchern).


Vergiftungen

Verletzungsbild Jede Aufnahme eines Stoffes, der den menschlichen Körper schädigt, kann man

als Vergiftung bezeichnen. Die häufigste Ursache für eine Vergiftung im Erwachsenenalter ist der Selbstmordversuch (80-90% aller Vergiftungen!), erst an zweiter Stelle stehen Vergiftungen durch den unsachgemäßen Umgang mit gefährlichen Arbeitsstoffen. Bei Kinder dagegen ist fast immer Neugierde und Unwissenheit - kombiniert mit mangelnder Vorsicht der Erwachsenen - die Ursache, an erster Stelle der Vergiftungen steht die Aufnahme von (herumliegenden) Medikamenten.

Erkennen Da die Früherkennung einer Vergiftung von lebensrettender Bedeutung sein

kann, kommt es primär darauf an, bei jedem unklaren Krankheitsbild und besonders bei jeder unklaren Bewusstseinsstörung überhaupt an eine Vergiftung zu denken!

Maßnahmen Bei Bewusstseinsstörung:

stabile Seitenlage

Bei Atemstörung: Freimachen und Freihalten der Atemwege.

Bei Herz- Kreislauf- Stillstand: Herz- Lungen- Wiederbelebung

Bei Vergiftungen durch Stoffe, die über den Magen- Darm- Trakt aufgenommen wurden (z.B.: Arzneimittel, giftige Pflanzen, verdorbene Lebensmittel): evtl. Giftentfernung durch Provozieren von Erbrechen (lauwarmes Salzwasser - 1 Esslöffel Salz auf 1 Glas Wasser - zu trinken geben) oder Rachenhinterwand reizen (Finger in den Hals stecken).

(Achtung: Gilt nicht für Kleinkinder und für Bewusstlose! Gilt nicht für Vergiftungen durch Wasch-, Spül-, und Reinigungsmittel sowie ätzende Substanzen!)

W

Wunden

Verletzungsbild Eine Wunde entsteht durch äußere Einwirkung, wie z.B. mechanische Gewalt,

Hitze, Kälte oder chemische Substanzen. Je nach Ausmaß und Tiefe der Wunden können neben der Haut auch Blutgefäße, Nerven, Knochen oder innere Organe mit betroffen sein. Die Hauptgefahr, vor allem bei größeren offenen Wunden, liegt im Blutverlust, der zu einem Zusammenbruch des Kreislaufs und zu einem Schock führen kann.

Besteht keine starke Blutung, sind Wunden nicht unmittelbar lebensbedrohlich. Hier kann eine sachgerechte Erstversorgung aber Schmerzen lindern, eine weitere Verschmutzung mit Keimen verhindern und den Verlust von Blut verringern. Fremdkörper sind immer in der Wunde zu belassen, diese ohne Druck verbinden - Arzt aufsuchen.

Schürfwunden

Verletzungsbild Verletzungen der obersten Haut- schicht, Eröffnung zahlreicher kleinster Blutgefäße und Schädigung vieler Nervenendigungen
Gefahren Infektionen, Wund
Maßnahmen Reinigung,Desinfektion,Auflage

Schnittwunden

Verletzungsbild Glattrandig, können in die Tiefe reichen, Starke Blutung, Klaffen der Wunde
Gefahren Infektionen, Wund
Maßnahmen Blutstillung,Verband,

Stichwunden

Verletzungsbild Blutung nach außen meistens gering, Tiefe der Wunde oft schwer abschätzbar
Gefahren Infektionen, Wund
Maßnahmen Blutstillung,Verband,

Platzwunden

Verletzungsbild Unregelmäßig begrenzte Wundränder
Gefahren Infektionen, Wund
Maßnahmen Blutstillung,Verband,

Quetschwunden

Verletzungsbild Hautoberfläche evtl. intakt, Blutergüsse
Gefahren Infektionen, Wund
Maßnahmen Kühlung, Salbenverband (bei intakter Hautoberfläche); sonst: Blutstillung,Verband,

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